DIE HUNDE VON ESSENTUKI


Als die Bitte um Hilfe kam, war es fünf vor 12.


Eine verzweifelte Frau aus Essentuki meldete sich bei einer Tierschützerin in Moskau und erzählte ihr von der direkt bevorstehenden Erschiessung "ihrer" Hunde in Essentuki. Straßenweise gehen die Hundefänger voran und vernichten, was ihnen in den Weg kommt. In der Straße, die nun die nächste sein sollte, lebte ein kleines Hunderudel, das gefüttert und versorgt wurde von einer jungen Frau, die dort in einem Ladengeschäft arbeitete. Sie selbst konnte keine Hunde halten, aber sie machte, was ihr möglich war, für die Hunde auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Morgens, wenn sie eintraf, genügte ein Pfiff und die fröhlichen Kerlchen kamen aus allen Ecken angerast. Sie freuten sich, wenn ihr Mensch kam, denn sonst hatten sie niemanden. Als das Fangkommando näher rückte, versteckte sie die Hunde unter Balkonen der umliegenden Häuser in der Hoffnung, dass sie dort nicht entdeckt würden. Aber die Gefahr wurde immer größer und in ihrer Not rief sie um Hilfe. Was oft nicht gelingt, aber in diesem Fall für das rührende Hundeteam dieser Straße möglich wurde, war die Rettung durch mehrere Menschen, die mit ihren privaten PKWs weite Strecken zurücklegten und die Hunde einluden und schnell aus der Gefahrenzone brachten. Seither sind die Hunde aus Essentuki in einem Auffangzwinger untergebracht. Dort wurden sie geimpft und für die Ausreise vorbereitet - und jetzt könnte es für die freundlichen Kerlchen losgehen auf die nächste Fahrt in ein wirklich gutes Leben!


Hier kommen die Hunde angelaufen, weil "ihr Mensch" sie ruft....